Von Nynäshamn nach Rånöhamn

Der Morgen begrüßt uns mit tief hängendem Nebel. Wir genießen unseren Kaffee in aller Ruhe, nutzen Waschmaschine und Trockner, danach suchen wir anhand unseres Törnführers und der Seekarte nach einem Hafen bzw. Ankerbucht. Die Häfen in Dalarö und auf Utö sowie die Bucht Rånöhamn kommen infrage.

Kurz vor dem Ablegen kaufe ich in dem Fischladen am Hafen ein großes Stück Lachs (frisch) und in Dill eingelegte Strömlinge. Eine grandiose Auswahl.

Wir starten gegen Mittag bei 4 bis 12 kn Wind aus Ost-Südost. Bei der Ausfahrt aus dem Sund, wir setzen gerade das Groß, kommt uns ein schwedisches Marineschiff entgegen. Wir befinden uns in einem relativ engen Bereich der nördlichen Zufahrt nach Nynäshamn. Daher warten wir die Passage des Marineschiffs ab und setzen erst dann die Fock.

Wir können in mehreren Schlägen die vielen sichtbaren Schären und verborgenen Untiefen umsegeln. Zwischendurch verzehren wir den Strömling mit Brot, sehr lecker. Schade, dass wir solch einen Fischfeinkostladen nicht in jedem Hafen vorfinden. Da es ja mit dem selbstgefangenen Fisch einfach nicht klappen will…

Später dreht der Wind nach und nach, so dass wir eine lang gezogene Kurve segeln. Wir sichten zwei weitere Marineschiffe. Sie verfolgen scheinbar einen anderen Segler, ohne ihm näher zu kommen. Wir scherzen, dass der Admiral die beiden großen Schiffe von seiner Segelyacht aus kommandiert. 😉

Bei schwachem Wind kreuzen wir unserem Tagesziel entgegen. Die Wolkendecke hängt bereits den ganzen Tag tief und wir schenken ihr erst nur wenig Beachtung. Bei teilweise schwachen, teilweise schönen Winden kommen wir der Insel Rånö immer näher. Hier bemerken wir, dass die Wolkendecke auch über Rånö tief hängt. An einigen Stellen liegt sie sogar auf und einige Nebelschwaden erreichen die Wasseroberfläche. Keine gute Veränderung des Wetters. Wir entscheiden uns für den nahen Naturhafen Rånöhamn, holen die Segel runter und laufen den Rest unter Maschine. Wir finden einen guten freien Platz an einem ca. 50 Meter breiten Felsvorsprung. Die Wassertiefe ist bis kurz vor dem Ufer mit 6 Metern tief genug für JANNE und ideal zum Ankern. Am Felsen entdecken wir in regelmäßigen Abständen große Ösen. Ich versenke den Anker achtern, und Fiona springt mit der Festmacherleine an Land und sichert JANNE nach vorne an zwei der Ösen.

Die Bucht und die Insel gefallen uns sehr gut. Wir haben keine Eile und bleiben die kommenden zwei Tage.

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