Hanö

In der nordöstlichen Ecke der Hanöbucht liegt die kleine Insel Hanö – unser nächstes Etappenziel. Wir verlassen Simrishamn erst Richtung Ost und drehen dann bald auf Nordnordost. Leider wieder unter Motor, da es nahezu windstill ist. Doch wir nutzen die Flaute für einige Würfe mit der Angel – leider ohne Erfolg. Die Strecke ist navigatorisch recht einfach, so dass wir das Steuern dem Pinnenpiloten überlassen. So können wir den Küstenverlauf verfolgen: Wir kennen die Ostküste der Hanöbucht von einigen Landurlauben mit den schönen Orten Kivik und Åhus. Per Telefon holen wir uns noch eine Bestätigung ein, dass die beiden Schießgebiete an diesem Tage wirklich inaktiv sind – Klasse, wir brauchen keinen Umweg fahren. Mitten auf See bekommen wir Besuch von einigen Fliegen. Wo kommen diese Nervrauber her? Können nur Fruchtfliegen sein; also weg mit den Pflaumen, die im Salon von der Decke hängen. Doch auch danach werden es immer mehr Fliegen. Wir schleppen bereits einen ganzen Schwarm hinter uns her. Die orangefarbene (@  Elke: oronge) Markierungsboje und die Segel sind voll besetzt. Unsere Ausweichmanöver werden von der Plage geschickt nachgeflogen und wir werden sie nicht los. Es schein jedoch eine Art Eintagesfliege zu sein. Sie sterben später einfach und liegen an Deck oder kleben noch im Segel.

Endlich in Hanö angekommen machen wir längsseits hinter einem schwedischen Boot fest. Der kleine Hafen ist gut besucht – auch ein paar Deutsche sind da. Man spricht Deutsch, das gilt auch für den sehr netten Hafenmeister. Nach dem Bezahlen bekommen wir den Hinweis: „Fühlt euch wie zu Hause“. Wir starten sogleich eine Erkundung der Insel und spazieren zum Leuchtturm. Der Turm ist geschlossen; wir haben aber einen wunderbaren Rundumblick über die Insel Hanö und weite Teile der Bucht. Die Inselgrotte und die Drachenschwanz-Markierung (Beweis einer alten Sage) sind weitere Ziele der Tour. Hier ist Frühsommer: Endlich ist es etwas wärmer, uns fremde Vögel singen ihre Lieder und es duftet wunderbar. Nach so viel Anstrengung verzichten wir auf das Kochen (gab ja keinen Fisch) und wir genießen leckere Speisen im Hafenlokal bis zum Sonnenuntergang.

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