Von Karlskrona nach Kristianopel

Wir bunkern am Morgen noch die wichtigsten Vorräte und bereiten unsere Dicke auf den Tagestörn vor. Den Supermarkt besuchen wir gleich zweimal, so dass unsere Arme bestimmt einige Zentimeter länger und unsere Beine kürzer sind. Endlich finden wir auch ein Geschäft, in dem wir unsere schwedische Telefonkarte aufladen können. Dank der Vorsaison ist der Service in den Gasthäfen noch überwiegend eigeschränkt, geschweige denn, dass WLAN zur Verfügung steht.

Beim Ablegen grüßen wir noch unseren netten dänischen Nachbarn; er war am Vortag Einhand von Bornholm eingetroffen. Wir verlassen Karlskrona über das Fahrwasser Richtung Osten und sparen uns mindestens 10 Seemeilen (sm) gegenüber der südlichen Strecke. Eine kleine Unsicherheit bleibt: Wir hoffen, dass die Wassertiefe in dem streckenweise sehr flachen Fahrwasser ausreicht. In der Seekarte finden wir nur eine nicht erläuterte gestrichelte Linie „ – – – – – -“. Klarheit haben weder Befragungen unserer Liegeplatznachbarn noch Recherchen im Internet ergeben. Egal, wir testen das mal aus.

Nach ca. 5 sm erreichen wir einen Streckenabschnitt, der mit Wassertiefen kleiner 2 m eingetragen ist; direkt neben der Strecke stehen dann noch 1,0 und 0,7 m. Wir reduzieren die Fahrt und halten uns genau an den angegebenen Kurs. Nach einer gefühlten Ewigkeit haben wir die Passage durchquert und wir sind wieder im tieferen Wasser – puh. Auch der zweite flache Abschnitt wird ohne Grundberührung aber mit Spannung und klarer Sicht bis auf den Grund bewältigt. Wir nähern uns so immer mehr der Ostsee. Das Festland weicht Inseln und diese dann der Ostsee. Bei Null Wind und etwas diesiger Sicht verschwinden die Übergänge im Horizont. So hat sich die Spannung gelohnt: Wir sind begeistert von dieser tollen Strecke und dem passenden Wetter.

Segeln hätten wir im engen Fahrwasser eh nicht gekonnt bzw. gewagt. Doch nun im freien und tiefen Wasser steigt die Vorfreude, denn wir sichten ein Segelboot, welches weiter draußen alle Segel gesetzt hat. Bald setzen wir Groß- und Vorsegel und düsen endlich ohne Motorkraft gen Nordnordost. Wir umkreuzen fünf Windkraftanlagen (Fio war begeistert) und schwenken Richtung Kristianopel. In dem kleinen Hafen liegen wir vor Heckanker. Drei weitere Boote sind hier, sonst Ruhe. Schön!

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