Von Kristianopel nach Mörbylånga (Öland)

Kristianopel ist ein kleiner verschlafener Ort. Zumindest in dieser Zeit des Jahres. Die Häuser und Grundstücke sind sehr gepflegt (für uns wäre etwas dabei) und der kleine Tante Emma Laden hat vom frischen Brot bis zum Pinsel alles im Angebot. Im Hochsommer wird das sicherlich anders sein. Laut Hafenmeister liegen dann bis zu 80 Boote im Hafen und der angrenzende Campingplatz wird für weitere neugierige Touristen sorgen. Dort haben wir übrigens 1996 mit Zelt und Auto gecampt.
Nach dem Frühstück herrscht Windstille und wir beschließen, erst nach einer Waschladung zu starten. Die Tagesprognose von Windfinder kündigt ab 11.00 Uhr zumindest 2 bis 3 Bft an. So kommt es dann auch: Ein leichtes Kräuseln des bislang platten Wassers erzeugt Hoffnung auf schönes Segeln. Wir bereiten alles vor und nachdem die Wäsche fertig ist, geht es los. Mit uns verlässt auch die deutsche Yacht den Hafen. Den Skipper hatten wir am Vorabend kennengelernt. Er hatte uns bereits in Simrishamn gesehen, wir ihn dann auf Hanö. Er berichtet vom Spi Segeln – das sei für die kommenden Tage das Richtige. Wir haben unseren Spi nach langem Hin und Her mitgenommen, obwohl wir damit noch keine Praxis haben. Und da wir das bereits abgestimmte Training dann doch nicht durchgeführt hatten, bleibt unser Spi eben unten. Wir setzen bereits beim Auslaufen das Großsegel und anschließend das Vorsegel. So auch die andere Yacht. So segeln wir kurze Zeit parallel Richtung Norden. Die andere Yacht setzt jedoch bald den Spi und zieht ab dann vor uns durch das Wasser. Tja, hätten wir… Ralf, nochmals Danke für Dein Angebot!
Die Segel bleiben so wie sie sind und wir aktivieren den Autopiloten. So haben wir Zeit zum Lesen und Faulenzen. Wir kreuzen das Fahrwasser des Kalmarsundes, da wir unser Etappenziel auf Öland gesetzt haben. Mörbylånga oder Färjestaden etwas weiter nördlich hatten wir beim Auslaufen geplant. Um 16:30 Uhr sind wir noch südlich von Mörbylånga. Bis Färjestaden wären es ca. 8 sm weiter. Bei dem Wind mindestens drei Stunden, und der nimmt stetig ab. So entscheiden wir uns für Mörbylånga. Wir legen wieder mit Heckboje an; klappt auch in diesem Hafen. Der Hafenmeister ist nicht da, geht auch nicht an sein Telefon und da er sich auch am kommenden Morgen nicht blicken lässt, ist das ein günstiger Liegeplatz.
Uns zieht es stets in die örtlichen Supermärkte. Wir haben mittlerweile eine gute Grundausstattung; für die Tortilla, die es heute Abend geben soll, kaufen wir noch frisches Gemüse. Der Rest des Tages vergeht dann schnell: Wir essen und sind dann todmüde. Gute Nacht!

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Von Karlskrona nach Kristianopel

Wir bunkern am Morgen noch die wichtigsten Vorräte und bereiten unsere Dicke auf den Tagestörn vor. Den Supermarkt besuchen wir gleich zweimal, so dass unsere Arme bestimmt einige Zentimeter länger und unsere Beine kürzer sind. Endlich finden wir auch ein Geschäft, in dem wir unsere schwedische Telefonkarte aufladen können. Dank der Vorsaison ist der Service in den Gasthäfen noch überwiegend eigeschränkt, geschweige denn, dass WLAN zur Verfügung steht.

Beim Ablegen grüßen wir noch unseren netten dänischen Nachbarn; er war am Vortag Einhand von Bornholm eingetroffen. Wir verlassen Karlskrona über das Fahrwasser Richtung Osten und sparen uns mindestens 10 Seemeilen (sm) gegenüber der südlichen Strecke. Eine kleine Unsicherheit bleibt: Wir hoffen, dass die Wassertiefe in dem streckenweise sehr flachen Fahrwasser ausreicht. In der Seekarte finden wir nur eine nicht erläuterte gestrichelte Linie „ – – – – – -“. Klarheit haben weder Befragungen unserer Liegeplatznachbarn noch Recherchen im Internet ergeben. Egal, wir testen das mal aus.

Nach ca. 5 sm erreichen wir einen Streckenabschnitt, der mit Wassertiefen kleiner 2 m eingetragen ist; direkt neben der Strecke stehen dann noch 1,0 und 0,7 m. Wir reduzieren die Fahrt und halten uns genau an den angegebenen Kurs. Nach einer gefühlten Ewigkeit haben wir die Passage durchquert und wir sind wieder im tieferen Wasser – puh. Auch der zweite flache Abschnitt wird ohne Grundberührung aber mit Spannung und klarer Sicht bis auf den Grund bewältigt. Wir nähern uns so immer mehr der Ostsee. Das Festland weicht Inseln und diese dann der Ostsee. Bei Null Wind und etwas diesiger Sicht verschwinden die Übergänge im Horizont. So hat sich die Spannung gelohnt: Wir sind begeistert von dieser tollen Strecke und dem passenden Wetter.

Segeln hätten wir im engen Fahrwasser eh nicht gekonnt bzw. gewagt. Doch nun im freien und tiefen Wasser steigt die Vorfreude, denn wir sichten ein Segelboot, welches weiter draußen alle Segel gesetzt hat. Bald setzen wir Groß- und Vorsegel und düsen endlich ohne Motorkraft gen Nordnordost. Wir umkreuzen fünf Windkraftanlagen (Fio war begeistert) und schwenken Richtung Kristianopel. In dem kleinen Hafen liegen wir vor Heckanker. Drei weitere Boote sind hier, sonst Ruhe. Schön!

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Von Tjärö nach Karlskrona

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Tjärö – Hafentag

 

 

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Von Hanö nach Tjärö

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Hanö

In der nordöstlichen Ecke der Hanöbucht liegt die kleine Insel Hanö – unser nächstes Etappenziel. Wir verlassen Simrishamn erst Richtung Ost und drehen dann bald auf Nordnordost. Leider wieder unter Motor, da es nahezu windstill ist. Doch wir nutzen die Flaute für einige Würfe mit der Angel – leider ohne Erfolg. Die Strecke ist navigatorisch recht einfach, so dass wir das Steuern dem Pinnenpiloten überlassen. So können wir den Küstenverlauf verfolgen: Wir kennen die Ostküste der Hanöbucht von einigen Landurlauben mit den schönen Orten Kivik und Åhus. Per Telefon holen wir uns noch eine Bestätigung ein, dass die beiden Schießgebiete an diesem Tage wirklich inaktiv sind – Klasse, wir brauchen keinen Umweg fahren. Mitten auf See bekommen wir Besuch von einigen Fliegen. Wo kommen diese Nervrauber her? Können nur Fruchtfliegen sein; also weg mit den Pflaumen, die im Salon von der Decke hängen. Doch auch danach werden es immer mehr Fliegen. Wir schleppen bereits einen ganzen Schwarm hinter uns her. Die orangefarbene (@  Elke: oronge) Markierungsboje und die Segel sind voll besetzt. Unsere Ausweichmanöver werden von der Plage geschickt nachgeflogen und wir werden sie nicht los. Es schein jedoch eine Art Eintagesfliege zu sein. Sie sterben später einfach und liegen an Deck oder kleben noch im Segel.

Endlich in Hanö angekommen machen wir längsseits hinter einem schwedischen Boot fest. Der kleine Hafen ist gut besucht – auch ein paar Deutsche sind da. Man spricht Deutsch, das gilt auch für den sehr netten Hafenmeister. Nach dem Bezahlen bekommen wir den Hinweis: „Fühlt euch wie zu Hause“. Wir starten sogleich eine Erkundung der Insel und spazieren zum Leuchtturm. Der Turm ist geschlossen; wir haben aber einen wunderbaren Rundumblick über die Insel Hanö und weite Teile der Bucht. Die Inselgrotte und die Drachenschwanz-Markierung (Beweis einer alten Sage) sind weitere Ziele der Tour. Hier ist Frühsommer: Endlich ist es etwas wärmer, uns fremde Vögel singen ihre Lieder und es duftet wunderbar. Nach so viel Anstrengung verzichten wir auf das Kochen (gab ja keinen Fisch) und wir genießen leckere Speisen im Hafenlokal bis zum Sonnenuntergang.

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